Auftrittsverbot für Elton John in Ägypten wegen „schwulem Jesus“
| Celebrities - Elton John |
nachrichten.at 05.05.2010
Die ägyptische Musikergewerkschaft hat Elton John einen für den 18. Mai geplanten Auftritt in Kairo untersagt. Der britische Sänger habe „kontroverse Aussagen gegen die Religion“ gemacht, begründete Gewerkschaftschef Mounir al-Wasimi das Verbot.
Mounir al-Wasimi bezog sich dabei auf ein Interview des 63-jährigen britischen Popstars mit dem amerikanischen Prominentenmagazin „Parade“ aus dem Februar. Elton John hatte darin Jesus als einen „mitfühlenden, superintelligenten schwulen Mann“ bezeichnet, der „lieben wollte“ und seinen Peinigern am Kreuz vergeben habe.
„Wie können wir einem Schwulen einen Auftritt erlauben, der Religion verbieten will, den Propheten Isa (arabisch für Jesus) als schwul bezeichnet und verlangt, dass Schwule im Nahen Osten sexuelle Freiheiten haben sollen“, fragte al-Wassimi, der nach eigenen Angaben die ägyptischen Sicherheitsbehörden beauftragte, das Konzert abzusagen.
Isa ibn Maryam
Im Koran ist Jesus unter dem Namen Isa ibn Maryam (Sohn der Maria) einer der Propheten Allahs. Er wird aber nicht – wie unter den Christen – als Sohn Gottes anerkannt. Homosexualität ist in Ägypten nicht direkt strafbar; Schwule werden allerdings mit Hilfe von Gummiparagrafen verurteilt.
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