Markus-Lanz Talkshow zum Thema Scientology war Täuschung der Zuschauer
| Religion - Church of Scientology |
scientology-fakten.de 19.11.2010
Der Sprecher der Scientology Kirche Deutschland e.V., Jürg Stettler, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Markus Lanz Show vom 4.11.2010.
Die zuvor aufgezeichnete halbstündige Talkshow mit zwei Ex-Mitgliedern und dem Sprecher der Kirche wurde nachträglich massivst umgeschnitten. Dem Zuschauer wurde dagegen vorgegaukelt, einer Live-Talkshow beizuwohnen. Hier verkommt das „Fernsehmachen“ zur Manipulation der Zuschauer.
Einige konkrete Beispiele, die dem ZDF vorgelegt wurden:
- Zahlreiche Statements des Sprechers von Scientology wurden schlicht herausgeschnitten. Der Sprecher der Scientology schätzt, dass auf diese Weise fast 50% seiner Diskussionsbeiträge wegfielen.
- In mindestens einem Fall wurde seine Antwort auf eine Frage des Moderators rausgeschnitten und eine spätere Aussage eingefügt, die nicht in den Kontext passte. Der Zuschauer wunderte sich, wieso die Frage des Moderators unbeantwortet blieb.
- Die Aussage eines der Ex-Mitglieder ganz zum Ende wurde in die Mitte des Gespräches versetzt. Negative Eingeständnisse des Gesprächsteilnehmers und Ex-Scientologen Handl zu seiner eigenen Person wurden ebenso herausgeschnitten, um seinen Beitrag aus der Sicht des Zuschauers künstlich aufzuwerten.
Dieser Talkshow waren bereits Monate zuvor zahlreiche Gespräche vorausgegangen. Das ursprüngliche Konzept der Talkmeister war es, allein zwei Scientologen zu ihrer Religion zu befragen und ihnen die Gelegenheit zu geben, diese – durchwegs kritisch - aus ihrer Sicht darzustellen. Dies als Reaktion auf eine im April ausgestrahlten Sendung der gleichen Talkshow, in der nur 3 Gegner von Scientology zu Wort gekommen waren.
Dieser bereits zugesagte Vorschlag war den Fernsehmachern dann doch zu heiß. Letztlich setzte man dem Scientology-Vertreter das Ultimatum, alleine gegen zwei Ex-Mitglieder anzutreten, ansonsten wiederum nur die Ex-Mitglieder zu Wort kommen würden.
Dem Sprecher der Scientology Kirche, Jürg Stettler wurde schriftlich zugesichert, dass er 50% der Redezeit habe, wenn er sich der Diskussion stellt. Stettler willigte nur unter diesen Bedingungen zu seiner Teilnahme ein. Zusätzlich wurde vereinbart, dass ein zweiter Vertreter der Scientology Kirche verkabelt im Publikum sitzt und ins Gespräch eingreifen könne.
Aufgrund der dargestellten manipulativen Entfernung von Aussagen des Scientology Sprechers wurde sein Anteil an Redezeit auf unter 25% verkürzt. Mancher Zuschauer fragte sich während der Sendung verwundert, wieso er zu manchen Punkten überhaupt nicht Stellung genommen hat. Der zweite Scientology-Vertreter kam gar nicht erst zu Wort.
Der vollständige Artikel und die Programmbeschwerde können hier nachgelesen werden.










