Mickey Rourke und die Kraft der Kirche
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Mickey Rourke als Hauptdarsteller in dem Film "The Wrestler"; Quelle: photobucket.com
Fünfzehn Jahre lang hat Mickey Rourke kaum Filmangebote bekommen. Zuletzt musste er sich als Türsteher für Transvestitenclubs durchschlagen. Jetzt hat er das wohl sensationellste Comeback der letzten Jahre geschafft. In Darren Aronofskys "The Wrestler" spielt der 57-Jährige einen alternden Showkämpfer, der nach dem Leben im Ring süchtig ist.
Und Mickey Rourke verrät uns, im Interview mit Mariam Schaghaghi, mehr über seine Vergangenheit und seine Vorbereitung auf "The Wrestler"
Ein Wrestler trainiert knapp zehn Jahre, bis er sich so umher schmeißt wie ich. Ich hatte aber nur drei Monate Zeit. Wenn ich auf den Boden fiel, fiel ich wie ein Ziegelstein. Ich bin jeden Abend fluchend nach Hause gegangen und habe in diesen drei Monaten mehr Zeit bei Ärzten verbracht als in den zehn Jahren beim Boxen.
Für das Boxen haben Sie 1991 als Leinwand-Star die Schauspielerei aufgegeben. Warum?
Das Boxen war meine große Liebe und mein erster erlernter Beruf. Mit elf habe ich schon in Miami trainiert, in derselben Boxhalle wie Muhammad Ali. Mit 16, nach einer Gehirnerschütterung, habe ich aufgehört. Ich habe mich deshalb aber immer geschämt und hatte das Gefühl, gekniffen zu haben. Darum musste ich zurück in den Ring - um mich wieder wie ein Mann zu fühlen.
Was hat Sie sechs Jahre später zur Einsicht gebracht?
Dass ich nichts mehr hatte. Meine Frau, mein Haus, meine Glaubwürdigkeit und meine Seele, alles war weg. Ich bin verdammt tief gefallen. Darum habe ich mich aus allem ausgeklinkt. Das Einzige, was ich mir noch erlaubte, waren die Gänge zum Seelenklempner, zum Fitness-Studio und manchmal auch zur Kirche. Berliner Zeitung 21.02.09
Er ging nicht nur zur Kirche, sondern stand kurz vorm Selbstmord, als er sich hilfesuchend an die katholische Kirche wandte.
In dem neuen Buch "One Can Make a Difference: How Simple Actions Can Change the World", herausgegeben von PETA-Präsidentin Ingrid E. Newkirk, schreibt er: “Eines Tages schaute ich in den Spiegel und sah mich so, wie andere Menschen mich sahen. Ich sah mein Äußeres und das hat mir verdammt viel Angst gemacht.“
Also machte der Star aus "9 ½ Wochen" Nägel mit Köpfen. „Ich traf mich für eine Weile mit einem Priester. Er war ein toller Kerl, der mich davon abhielt, mir selbst das Gehirn herauszupusten. Wir saßen immer im Keller, er goss mir Wein ein, dann rauchten wir und danach beteten wir. TT.com 07.10.09
Bereits in einem früheren Interview hatte Rourke offenbart, dass er einen Mann, der seine Ex-Frau Carre Otis vergewaltigt haben soll, töten wollte. Der New Yorker Priester Pete Colapietro habe ihn aber schließlich davon abgebracht.
Siehe Spiegel Online Artikel 'Mickey Rourke schmiedete Mordplan' vom 03.11.2008











