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PostHeaderIcon Mythos „Gehirnwäsche“ im Zusammenhang mit Religionsgemeinschaften

Religion - Sekte
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scientology-fakten.de 20.11.2010

Die deutsche Bundesregierung weiß seit 1981, dass es „Gehirnwäsche“ beineuen religiösen Bewegungen nie gegeben hat.

Die Verfolgung von Andersdenkenden mit neuen, vermeintlich revolutionären Ideen ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Davon betroffen waren Mitglieder oder Anhänger religiöser, weltanschaulicher, politischer Bewegungen und neuer wissenschaftlicher Ideen gleichermaßen. Nahezu alle Errungenschaften der Moderne wurden in ihren Anfängen von den jeweils etablierten Kräften der Gesellschaft bis aufs äußerste verteufelt und mit allen Mitteln bekämpft.

Um die Mitgliedschaft von intelligenten, gebildeten und oftmals gut situierten Bürgern in neuen religiösen Bewegungen zu erklären, wurde etwa Mitte der 70er Jahre der Begriff der „Gehirnwäsche“ als Erklärungsmodell in die öffentliche Diskussion eingeführt. Erfunden wurde der Begriff ursprünglich von dem US-Psychiater John Clark, um die Methode des so genannten „Deprogrammings“ zu rechtfertigen. Sein Ansatz beruhte wohl auf der Theorie, dass Freiheitsberaubung, Nötigung und Schlimmeres dann gerechtfertigt seien, wenn man vermeintlich „gewaschene“ Gehirne wieder entwaschen bzw. neu programmieren wolle. Gegen gute Bezahlung selbstverständlich.

„Deprogramming“ ist eine gewaltsame "Glaubensaustreibung", bei der das jeweilige Opfer unter Umständen über Wochen hinweg gefangen gehalten wird. Dabei kommt es immer wieder zu Gewaltanwendung. Drohung, Nötigung und Freiheitsberaubung sind immer Bestandteil eines so genannten „Deprogrammings“, in vielen Fällen kommt jedoch Körperverletzung hinzu. Preise von bis zu 20.000 Euro und mehr für diese gewerblich betriebenen Verbrechen waren in den 70er und 80er Jahren nicht unüblich. Deutsche AGPF-Mitglieder waren in solche Vorgänge verwickelt (Deckblatt zur Kurzdokumentation ist angehängt).

 

Insbesondere der Evangelische Weltanschauungsbeauftragte Friedrich-Wilhelm Haack nahm die Theorie der „Gehirnwäsche“ in seine Literatur über neue Religionen mit auf. Der griffige und sensationslüsterne Begriff wurde von den Medien gern weiter in die Gesellschaft hineingetragen ohne jedoch eine faktische Grundlage zu haben.

Gegeben hat es jene „Gehirnwäsche“ jedochnie!

Laut dem Nachschlagewerk Duden versteht man unter „Gehirnwäsche“ den Versuch der gewaltsamen Veränderung der Urteilskraft und der [politischen] Einstellung eines Menschen durch starken physischen und psychischen Druck.

Das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit ließ das Phänomen der angeblichen „Gehirnwäsche“ in neuen religiösen Bewegungen schon 1981 von dem European Centre for Social Welfare and Research in Wien wissenschaftlich untersuchen.

Der vollständige Artikel kann hier nachgelesen werden.